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Basisseminar im Sommersemester 2012

Prof. Dr. Wolfgang Rathert (Musikwissenschaft)/ Dr. Eva Wattolik (Kunstgeschichte Erlangen)

 

Vom Abstrakten Expressionismus bis zum Minimalismus. Transatlantische und intermediale Begegnungen von Kunst, Musik und Film nach 1945 (Modul: Kunst und Kultur)

(Donnerstag 16-19 Uhr, Schellingstraße 3, Raum 242)

Termine: 19.04.; 03.05.; 31.05.; 14.06.; 28.06.; 05.07.; 12.07. 2012

Hatten die europäischen Avantgarden der Klassischen Moderne bereits eine Auflösung der traditionellen Gattungsgrenzen in Angriff genommen, so führte die nach dem Zweiten Weltkrieg über den Atlantik hinweg internationalisierte Kunst-, Film- und Musikszene dieses Projekt in vielfältigen Kollaborationen weiter fort.

Ehemalige, aus Deutschland emigrierte Lehrende des Bauhauses wirkten am Black Mountain College in North Carolina; hier fand das wohl weltweit erste Happening – ein synthetisches Ineinandergreifen von Tanz, Theater, Malerei und Klangerlebnissen – im Jahr 1952 statt, initiiert von John Cage, Merce Cunningham und Robert Rauschenberg. Abstrakte Maler wie Jackson Pollock und Barnett Newman, die beeindruckt von den nicht-hierarchisch angelegten Kompositionen eines Kandinsky waren, näherten Malerei dem Raum an. Der Engländer Richard Hamilton schuf 1956 jene Collage, die den Beginn der Pop Art markiert. Das transdisziplinäre und -atlantische Phänomen des Fluxus entzog sich um 1960 allen Kategorisierungsversuchen. Kurze Zeit später verknüpfte Andy Warhol in New York Siebdruck und Malerei, drehte Filme und arbeitete mit der Musikgruppe Velvet Underground zusammen. Der der Minimal Art zugeordnete Künstler Richard Serra experimentierte nicht nur mit industriellem Bleiverschnitt, sondern schuf auch gemeinsam mit dem Komponisten Philip Glass Klanginstallationen und Filme.

Anhand exemplarischer Werkkomplexe untersucht das Seminar das Ineinandergreifen der Künste und geht der Frage nach, in welcher Weise sich die jeweiligen medialen Voraussetzungen und poetologischen Traditionen zueinander verhalten.