Promotionsprogramm ProArt
print

Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Basisseminar im Wintersemester 2011/12

Prof. Dr. Christopher Balme (Theaterwissenschaft)/ Prof. Dr. Hubertus Kohle (Kunstgeschichte)

 

Modelle kooperativer Kunstproduktion (Modul: Kunst im institutionellen Kontext), Di 18-21 Uhr, Beginn: 18.10.2011, Zentnerstr. 31, Raum 004

In der idealistischen Ausrichtung der traditionellen Kunstgeschichte figuriert das einsame Künstlergenie als Erfüllung dessen, was sich die Gesellschaft von der Kunst erwartet. Wenn seit dem 19. Jahrhundert, verstärkt dann in der Moderne, die Idee von einer Zusammenarbeit von Künstlern propagiert und praktiziert wird, dann hängt das wohl mit der Auflösung dieses traditionellen Kunstbegriffs zusammen. Auch wenn dieser traditionelle Begriff auch auf andere Kunstformen angewandt worden ist – auteur-Theorie in der Filmwissenschaft, der Regisseur als Autor im Theater, der Komponist als alleiniger Urheber der Oper – entsprechen solche Konstruktionen viel mehr den Erfordernissen geisteswissenschaftlicher Forschungskonventionen als den tatsächlichen Praktiken künstlerischer Produktion. An die Stelle solcher Vorstellungen tritt nun verstärkt ein Interesse an prozessualen und relationellen Produktionszusammenhängen. Im Seminar sollen Aspekte dieses Wandels unter besonderer Berücksichtigung der Kunst der letzten Jahrzehnte angesprochen werden. Mögliche Themen wären:

Künstlergruppen und Kooperative; multiple Autorschaft; Netzwerke als Produktionskontexte; Probenprozesse als Kunstproduktion.

Zur Einführung:

Bairlein, Josef et al. Netzkulturen: kollektiv, kreativ, performativ. München 2011.

Rene Block, Angelika Nollert (Hg.) Kollektive Kreativität (Ausstellung Kassel) 2006.